Was ist A/B-Testing?
Beim A/B-Test wird der Traffic zufällig auf zwei (oder mehr) Versionen einer Seite, Mail oder Anzeige aufgeteilt - Variante A gegen Variante B. Gemessen wird eine klar definierte Zielmetrik (Klick, Anmeldung, Kauf). Die Version mit dem signifikant besseren Ergebnis gewinnt.
Entscheidend ist die statistische Signifikanz: Ein Unterschied von 51 zu 49 bei 100 Besuchern ist Zufall, kein Ergebnis. Ein valider Test braucht ausreichend Stichprobe und Laufzeit, sonst werden Schwankungen als Erkenntnisse fehlinterpretiert - der häufigste Fehler in der Praxis.
A/B-Testing ist Kern der Conversion-Rate-Optimierung, aber kein Selbstzweck. Getestet wird, was eine Hypothese hat ('ein kürzeres Formular erhöht Abschlüsse'), nicht zufällige Button-Farben. Gute Teams testen wenige, gut begründete Varianten - nicht hundert beliebige.
Warum ist A/B-Testing wichtig?
A/B-Testing ersetzt Meinung durch Evidenz. Statt im Meeting über die bessere Headline zu streiten, entscheidet der Markt - und jede Verbesserung wirkt auf den gesamten künftigen Traffic.
A/B-Testing in der Praxis
- 01Headline A 'Demo buchen' gegen B 'Kostenlos testen' - B steigert die Klickrate um 30 %.
- 02Zwei Betreffzeilen im E-Mail-Versand, der Gewinner geht an die restliche Liste.
- 03Bei 200 Besuchern ist fast nichts signifikant, bei 20.000 schon kleine Unterschiede.
Dazu im Journal
- Vor dem Relaunch messen: die vier Zahlen haben ein AblaufdatumNach dem Umbau willst du wissen, ob es besser geworden ist. Die Zahlen dafür sind heute noch da, aber sie verfallen: Google Analytics löscht Ereignisdaten je nach Einstellung nach 2 oder 14 Monaten, die Felddaten-Historie reicht 40 Wochen zurück, die Search Console 16 Monate. Für den Nachweis einer Verbesserung um 30 Prozent brauchst du bei 20 Anfragen im Monat rund 23 Monate Messzeit.
- Landingpage oder Startseite: wohin die Anzeige führen sollIn kleinen Konten führt die Anzeige fast immer auf die Startseite, weil sie da ist. Dabei fallen 57 Prozent der Betrachtungszeit auf den ersten Bildschirm, und Google bewertet ausdrücklich, ob die Zielseite die Erwartung einlöst, die dein Anzeigentext erzeugt hat. Wann eine eigene Seite lohnt, wann die vorhandene Leistungsseite reicht und ab wann du überhaupt testen kannst.
- Preise auf die Website? Das Für und Wider aus Conversion-SichtDie einen fürchten, mit öffentlichen Preisen Verhandlungsspielraum zu verschenken. Die anderen verlieren Anfragen an Anbieter, bei denen der Preis eine Google-Suche entfernt ist. Dieser Text sortiert, was die Daten 2026 sagen: wie viele Käufer ohne Preisangabe abspringen, wer Preise wirklich zeigt - und wann Verstecken legitim bleibt.


