Was ist Google-Unternehmensprofil?
Das Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist ein von Google gehosteter Eintrag mit Name, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Kategorie, Fotos und Bewertungen. Es erscheint in Google Maps und im lokalen Ergebnisblock über den klassischen Treffern. Anlegen und Pflegen kosten nichts, die Verifizierung läuft je nach Geschäftsmodell per Post, Telefon oder Video.
Google nennt in der eigenen Hilfe drei Faktoren für das lokale Ranking: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Beeinflussbar sind davon zwei. Relevanz steuerst du über die Hauptkategorie, die hinterlegten Leistungen und die Beschreibung, Bekanntheit über Bewertungen, Erwähnungen und Verlinkungen außerhalb des Profils. Die Entfernung zum Suchenden ist gesetzt.
Die häufigste Falle ist der Name: Er muss dem realen Unternehmensnamen entsprechen, Keywords und Ortszusätze sind laut Richtlinien nicht erlaubt. Wer zum Kunden fährt statt Kundschaft zu empfangen, blendet die Adresse aus und hinterlegt ein Einzugsgebiet. Bei Verstößen behält sich Google die Sperrung des Profils vor - dann ist der Kanal ohne Vorwarnung weg.
Warum ist Google-Unternehmensprofil wichtig?
Das Profil ist kein Adressschild für Bestandskunden. In BrightLocals Auswertung von über 45.000 Einträgen kamen 84 Prozent der Aufrufe über Kategorie- und Leistungssuchen, nur 16 Prozent über die Suche nach dem Namen - die Studie ist von 2019, das Verhältnis beschreibt die Rolle des Profils aber bis heute: es ist ein Kanal für Menschen, die dich noch nicht kennen.
Google-Unternehmensprofil in der Praxis
- 01Hauptkategorie "Steuerberater" statt "Beratungsunternehmen": die Hauptkategorie ist die wichtigste inhaltliche Entscheidung im ganzen Profil.
- 02Ein Handwerksbetrieb ohne Ladengeschäft blendet die Privatadresse aus und definiert stattdessen die bedienten Bezirke.
- 03Feiertage im Voraus eintragen: Ist zum Suchzeitpunkt geschlossen, fällt das Profil bei einem Teil der Suchen zurück.
Dazu im Journal
- Was ein Rebranding kostet und wann es sich nicht lohntDas Designangebot ist der kleinste Posten. Die britische Straßenbehörde ließ ihre neue Identität im eigenen Haus entwerfen, für null Euro, und gab trotzdem mehr aus, als für die ganze Umstellung budgetiert war. Was der Markenschutz wirklich kostet, was ein Domainwechsel mit deiner Sichtbarkeit macht, und woran du erkennst, dass der neue Name dein Problem nicht löst.
- Google-Bewertungen bekommen, ohne zu betteln83 Prozent der Menschen, die um eine Bewertung gebeten werden, schreiben auch eine. Trotzdem behandeln die meisten Betriebe die Bitte wie einen unangenehmen Gefallen: zu spät, im falschen Kanal, oder gleich mit verbotenen Abkürzungen. Wann die Bitte erlaubt ist, wann sie rechtlich Werbung wird und warum die Antwort auf eine Bewertung wichtiger ist als die Bewertung selbst.
- Local SEO für Dienstleister: das Google-Unternehmensprofil als Lead-Kanal97 Prozent lesen Bewertungen, bevor sie ein lokales Unternehmen wählen. Die Entscheidung fällt also in deinem Google-Unternehmensprofil - nicht auf deiner Website. Was Google dort wirklich bewertet, welche Angaben ein Sperrrisiko sind und wie du Bewertungen zu einem Kanal statt zu Zufall machst.


