Was ist Entität?
Suchsysteme arbeiten nicht mit Wörtern, sondern mit Dingen. "Agentsie", "agentsie.at" und "die Agentur aus Linz" können auf dieselbe Entität zeigen, während "Golf" je nach Zusammenhang auf ein Auto, eine Sportart oder eine Meeresbucht zeigt. Erst die Zuordnung zu einer Entität macht aus einer Zeichenkette etwas, worüber ein System Aussagen speichern und wiedergeben kann.
Eine Entität entsteht nicht durch Markup, sondern durch Übereinstimmung. Derselbe Name, dieselbe Adresse, dieselbe Beschreibung an vielen Stellen - auf der eigenen Website, im Unternehmensprofil, in Verzeichnissen, in Erwähnungen bei anderen - ergeben ein stabiles Bild. Widersprüche zerlegen es wieder, und zwar geräuschlos: Es erscheint keine Fehlermeldung, die Seite wird nur seltener mit dem Ding verknüpft, das sie meint.
Für die eigene Arbeit heißt das: Begriffe konsequent gleich benennen statt abwechslungsreich zu formulieren. Ein Glossar, ein Firmenprofil und eine Leistungsseite, die alle dieselbe Bezeichnung verwenden und aufeinander zeigen, bauen Entitätsklarheit auf. Synonyme gehören in den Text, nicht in die Überschrift.
Warum ist Entität wichtig?
Google schreibt in der eigenen Dokumentation, es gebe für KI-Antworten keine zusätzlichen Anforderungen und kein spezielles Schema-Markup, mit dem man hineinkommt. Wenn es aber keinen technischen Schalter gibt, bleibt nur die inhaltliche Eindeutigkeit: gleiche Benennung, gleiche Fakten, an allen Stellen. Genau das ist Entitätsarbeit, und sie ist unspektakulär genug, dass sie fast niemand macht.
Entität in der Praxis
- 01Eine Firma heißt auf der Website, im Impressum und im Google-Unternehmensprofil exakt gleich, statt einmal mit und einmal ohne Rechtsform.
- 02Ein Glossareintrag erklärt einen Begriff einmal verbindlich, und alle Artikel verlinken auf diesen einen Eintrag statt jeweils eigene Kurzdefinitionen zu bauen.
- 03Ein Produkt behält seinen Namen in Datenfeed, Website und Angebot bei, damit Suchsysteme die drei Quellen demselben Ding zuordnen.


