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Sichtbarkeit

Autorenprofil

Der sichtbare Nachweis, wer hinter einem Beitrag steht: Name, Zuständigkeit und etwas, das jemand nachprüfen kann.

Was ist Autorenprofil?

Ein Autorenprofil ist mehr als eine Zeile unter der Überschrift. Es besteht aus drei Teilen: dem vollständigen Namen, der Zuständigkeit dieser Person im Unternehmen, und mindestens einem Beleg, den ein Leser nachsehen kann - ein Projekt, ein Zertifikat, ein Vortrag, ein Profil in einem Fachnetzwerk. Fehlt der dritte Teil, ist es eine Signatur, kein Profil.

Technisch gehört dazu die Auszeichnung im `author`-Feld des strukturierten Datensatzes, damit Maschinen die Verbindung zwischen Person und Beitrag lesen können. Inhaltlich gehört dazu eine eigene Seite je Person statt eines Sammelblocks, weil nur so ein Beleg dauerhaft verlinkbar wird. Das Profil ist damit die Stelle, an der `E-E-A-T` konkret wird: Der Rahmen beschreibt die Bewertung, das Profil ist das Bauteil auf der Seite.

Der häufigste Fehler ist die Redaktion als Absender. "Team" oder "Redaktion" beantwortet die Frage nach der Verantwortung nicht, und ein erfundener Autor mit generiertem Portrait beantwortet sie falsch. In Foren und sozialen Netzwerken reicht ein Pseudonym, für ein Unternehmen, das Leistungen verkauft, reicht es nicht.

Warum ist Autorenprofil wichtig?

Googles veröffentlichte Prüfanleitung für Bewerterinnen, die General Guidelines vom 11. September 2025, verlangt in Abschnitt 2.5.2 wörtlich, es müsse klar sein, wer für eine Website verantwortlich ist und wer den Inhalt erstellt hat. Abschnitt 5.6 nennt übertriebene oder leicht irreführende Angaben über die Betreiber ausdrücklich als Grund für die Stufe "Low". Diese Urteile sind kein Rankingfaktor, sie kalibrieren die Systeme. Der praktische Wert liegt woanders: Ein Name mit Zuständigkeit ist der billigste nachprüfbare Beweis, den eine Seite anbieten kann.

Autorenprofil in der Praxis

  1. 01Ein Beratungsunternehmen ersetzt "von der Redaktion" durch die zuständige Person je Themenfeld und verlinkt pro Person eine Seite mit zwei belegten Projekten.
  2. 02Ein Blogbeitrag nennt die Autorin im Fließtext, das strukturierte Datenfeld `author` steht aber weiterhin auf dem Firmennamen - Mensch und Maschine sehen zwei verschiedene Absender.
  3. 03Eine Agentur streicht die Formulierung "über 20 Jahre Erfahrung" aus allen Profilen, weil sie sich auf die Summe des Teams bezog und bei einzelnen Personen als Übertreibung gelesen wurde.

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