Was ist Drip-Kampagne?
Eine Drip-Kampagne ist eine vorab geplante Serie von Nachrichten, die in festgelegten Abständen automatisch verschickt wird - der Name kommt vom Tröpfeln (englisch to drip): Statt alles auf einmal zu senden, kommt die Information dosiert. Ausgelöst wird sie durch ein Ereignis, meist eine Anmeldung, einen Download oder einen Kauf.
Der Unterschied zur klassischen Kampagne ist das Prinzip zeitbasiert statt stichtagsbasiert: Nicht alle bekommen die Mail am selben Tag, sondern jeder Empfänger durchläuft die Strecke ab seinem eigenen Startpunkt - Tag 1, Tag 3, Tag 7, gerechnet vom Auslöser. Deshalb läuft eine Drip-Kampagne dauerhaft im Hintergrund, ohne dass jemand sie manuell startet.
Drip-Kampagnen sind die einfachste Form von Automation und oft der beste Einstieg - aber auch die, die am schnellsten stumpf wird. Eine rein zeitbasierte Strecke ignoriert, was der Empfänger tut. Die Weiterentwicklung ist deshalb verhaltensbasiertes Nurturing, das auf Öffnungen und Klicks reagiert. Als erster Schritt schlägt eine saubere Drip-Kampagne trotzdem jedes manuelle Nachfassen.
Warum ist Drip-Kampagne wichtig?
Willkommens-Strecken - die häufigste Drip-Kampagne - erzielen die höchsten Interaktionsraten überhaupt, weil das Interesse direkt nach der Anmeldung am größten ist. Einmal gebaut, arbeitet die Strecke danach jeden Tag, ohne dass jemand sie anfassen muss - der beste Hebel für kleine Teams.
Drip-Kampagne in der Praxis
- 01Onboarding: Nach der Registrierung kommen an Tag 1, 3 und 7 drei Mails, die Schritt für Schritt zur ersten Nutzung führen.
- 02E-Commerce: Ein Warenkorbabbruch löst eine Erinnerung nach 1 Stunde, 24 Stunden und 3 Tagen aus.
- 03B2B: Nach dem Download eines Leitfadens läuft eine wöchentliche Folge von vier Mails, die je einen Aspekt vertiefen.


