Immer mehr Kaufentscheidungen beginnen nicht mehr mit zehn blauen Links, sondern mit einer Antwort von ChatGPT, Perplexity oder Google. Ob deine Website in diesen Antworten vorkommt, ist keine Glückssache - es entscheidet sich an ganz konkreten, prüfbaren Stellen. Genau dafür haben wir den kostenlosen KI-Sichtbarkeits-Check gebaut: 20 Checks in vier Kategorien, ein Score von 0 bis 100. In diesem Artikel liest du, was die Kategorien bedeuten, welche Fehler wir am häufigsten sehen und wo die echten Hebel für deine KI-Sichtbarkeit liegen.
Warum solltest du KI-Sichtbarkeit überhaupt messen?
Weil der Traffic aus KI-Assistenten klein, aber ungewöhnlich wertvoll ist. Die Semrush-Studie zu KI-Suchtraffic beziffert den durchschnittlichen Besucher aus einer KI-Suche als 4,4-mal so wertvoll wie einen Besucher aus der klassischen organischen Suche - gemessen an der Conversion-Rate. Der Grund: Wer nach einem KI-Gespräch auf deiner Seite landet, hat Optionen schon verglichen und kommt mit einer konkreten Absicht.
Gleichzeitig zeigt die Semrush-Analyse über Milliarden von Web-Visits, wie früh wir noch sind: KI-Traffic wuchs 2025 um 66 Prozent und damit schneller als jeder andere Kanal, macht aber erst 0,14 Prozent der Gesamtbesuche aus. Genau diese Kombination - kleines Volumen, hohes Wachstum, hohe Qualität - ist das Fenster, in dem sich Positionen günstig besetzen lassen. Wie bei der Zero-Click-Suche gilt: Wer wartet, bis der Kanal groß ist, konkurriert dann gegen alle.
Kommen die KI-Crawler überhaupt auf deine Website?
Die erste und am stärksten gewichtete Kategorie im Check ist der KI-Zugang: Existiert eine robots.txt, und dürfen die vier wichtigsten AI-Crawler - GPTBot (OpenAI), ClaudeBot (Anthropic), PerplexityBot und Google-Extended - deine Inhalte lesen? Was banal klingt, ist es nicht: Laut Cloudflare haben nur rund 37 Prozent der 10.000 größten Domains überhaupt eine robots.txt, und GPTBot wird nur in 7,8 Prozent dieser Dateien explizit ausgesperrt.
Das heißt: Die meisten Websites haben nie bewusst entschieden, was KI-Systeme bei ihnen dürfen. Beides kann richtig sein - wer seine Inhalte schützen will, darf Crawler aussperren. Aber dann ist KI-Unsichtbarkeit eine Entscheidung, keine Überraschung. Der Check macht sichtbar, was aktuell gilt, damit du bewusst entscheiden kannst statt zufällig.
Können Maschinen deine Inhalte lesen?
KI-Assistenten beantworten Fragen zunehmend per Retrieval-Augmented Generation: Sie holen sich live Webseiten, lesen sie aus und zitieren daraus. Die zweite Kategorie prüft deshalb, wie leicht deine Website maschinell zu erfassen ist: Gibt es eine llms.txt als Inhaltsverzeichnis für KI-Systeme? Eine saubere XML-Sitemap? Und strukturierte Daten per Schema-Markup - einmal zur Organisation (wer seid ihr?) und einmal zum Inhaltstyp (Artikel, FAQ, Service, Produkt)?
Strukturierte Daten sind der Teil, der in unseren Checks am häufigsten komplett fehlt. Dabei ist er der günstigste: Ein Organization-Schema und ein passender Inhaltstyp sind an einem Nachmittag eingebaut und helfen jeder Maschine - der Google-Suche genauso wie dem KI-Assistenten.
Würde dich eine KI überhaupt zitieren?
Gecrawlt zu werden heißt noch lange nicht, zitiert zu werden. Cloudflare hat im Juni 2025 gemessen, wie oft KI-Anbieter crawlen, verglichen mit dem Traffic, den sie zurückschicken: Google lag bei etwa 14 Crawls pro Referral, OpenAI bei 1.700, Anthropic bei 73.000. Zitiert zu werden ist die Ausnahme - und genau deshalb prüft die dritte Kategorie, ob deine Seiten es einer KI leicht machen.
Konkret: genau eine H1 pro Seite, eine klare Zwischenüberschriften-Struktur - idealerweise als Fragen, denn so fragen Menschen KI-Systeme -, ein Title unter 70 Zeichen, eine Meta-Description zwischen 50 und 170 Zeichen und FAQ-Signale. Das ist kein KI-Spezialwissen, sondern sauberes Handwerk: Eine in sich geschlossene Passage, die eine konkrete Frage mit einer belegten Zahl beantwortet, ist für Mensch und Maschine gleichermaßen zitierfähig.
Und was ist mit der Technik-Basis?
Die vierte Kategorie prüft die Grundlagen, an denen Sichtbarkeit still scheitert: HTTPS, ein Canonical-Tag, ein gesetztes Sprachattribut und Open-Graph-Tags. Und den häufigsten Selbstschuss überhaupt: ein vergessenes noindex, das nach einem Relaunch auf der Live-Seite bleibt und die Seite aus allen Suchsystemen wirft. Fünf Minuten Prüfung ersparen hier Monate an unsichtbarem Schaden.
Drei Hebel für deine KI-Sichtbarkeit
Erst messen, dann bauen. Lass den Check laufen und arbeite die Kategorien in Reihenfolge ab: Zugang vor Maschinenlesbarkeit vor Zitierfähigkeit. Eine perfekt strukturierte Seite bringt nichts, wenn der Crawler ausgesperrt ist.
Baue zitierfähige Passagen. Fragen als Überschriften, eine belegte Zahl pro Abschnitt, Quellen verlinkt. Und weil KI-Besucher laut Semrush 4,4-mal besser konvertieren: Sorge mit sauberer Conversion-Rate-Optimierung dafür, dass diese wenigen, hochwertigen Besuche auch in Anfragen münden.
Setz die Maschinen-Grundausstattung einmal sauber auf. llms.txt, Sitemap, Organization-Schema plus passender Inhaltstyp - das ist ein einmaliges Projekt von wenigen Stunden, kein Dauerlauf. Danach arbeitet es für jede einzelne Seite mit.
Der Check ist kostenlos, braucht nur deine URL und läuft in wenigen Sekunden: zum KI-Sichtbarkeits-Check. Und wenn du über deine Ergebnisse sprechen willst, schreib uns einfach. 💌
