Kylie Jenner hat gerade 14 Millionen Follower in einer Nacht verloren. Cristiano Ronaldo 8 Millionen. Selena Gomez 6. Beyoncé, Ariana Grande, Messi - alle betroffen. Diese Woche hat Instagram Millionen von Bot-Accounts gelöscht - wie groß die Aktion war, sagt Meta nicht, dort ist nur von einem routinemäßigen Entfernen inaktiver Konten die Rede. Aufgeblasene Followerzahlen, die wir jahrelang gesehen haben, sind über Nacht verschwunden.
Und es trifft nicht nur Celebrities. Jede Firma, die in den letzten Jahren ihr Marketing auf Reichweite gebaut hat - ohne zu prüfen, ob hinter den Zahlen Menschen stehen, die kaufen wollen - schaut diese Woche auf eine Zahl, die ihr nichts mehr bringt.
War Reichweite je ein Geschäftsmodell?
Followerzahlen sind eine Vanity Metric. Sie sehen gut aus auf einem Pitch-Deck und auf einer Agentur-Rechnung. Aber sie sagen nichts darüber, ob jemand euer Produkt versteht, ob er einen Grund hat zu bleiben, ob er bereit ist zu zahlen. Eine Marke mit 500.000 Followern und 200 echten Käufern hat ein Marketing-Problem, nicht ein Reach-Problem.
Was wirklich zählt, ist eine andere Kette: Sehen die richtigen Menschen euren Content. Verstehen sie, was ihr anbietet. Haben sie einen Grund, zurückzukommen. Wird daraus ein Kauf, eine Anfrage, eine echte Beziehung. Das ist der Unterschied zwischen einem Account, der gut aussieht, und einem, der wirklich arbeitet.
Was legt Instagrams Cleanup eigentlich offen?
Die Bots, die Instagram gelöscht hat, haben nie etwas gekauft. Sie haben nie geklickt, nie kommentiert, nie geteilt. Sie waren tote Zahlen in einem Dashboard. Solange sie da waren, konnte man sich einreden, das Marketing funktioniere. Jetzt, wo sie weg sind, ist sichtbar, was vorher schon stimmte: die echte Reichweite ist viel kleiner. Und genau diese echte Reichweite war immer die einzige, die zählt.
Für Marken bedeutet das einen unbequemen Moment. Zahlen, die das Marketing-Team monatelang gefeiert hat, sind über Nacht kleiner - wie viel kleiner, hat für Marken bisher niemand systematisch erhoben. Engagement-Raten sehen plötzlich realistischer aus - was bedeutet, sie sehen oft erschreckend niedrig aus. Aber das ist nicht das Problem. Das Problem war, dass die alten Zahlen nie real waren.
Was unterscheidet eine konvertierende Strategie?
Ein Account, der wirklich arbeitet, sieht anders aus als einer, der nur wächst. Er hat eine klar definierte Zielgruppe, nicht so viele Follower wie möglich. Er produziert Content für diese Gruppe, nicht für den Algorithmus. Er hat einen sichtbaren nächsten Schritt - Newsletter, Beratung, Produkt, Buchung - nicht nur Likes. Und er misst Erfolg an dem, was hinter dem Klick passiert, nicht davor.
Konkret heißt das: weniger Posts, aber jeder mit klarem Ziel. Caption-Strukturen, die auf einen CTA hinarbeiten, statt nur Engagement zu maximieren. Reels mit einer Story, die zum nächsten Schritt führt - nicht nur Trends, die kurz funktionieren und keine Spur hinterlassen. Und ein Funnel dahinter, der die Aufmerksamkeit ernst nimmt: Landing-Page, Lead-Engine, automatisiertes Follow-Up, statt nur ein Linktree.
Welchen Vorteil hat, wer jetzt umdenkt?
Die Marken, die in den nächsten Monaten weiter auf Followerzahlen optimieren, machen denselben Fehler nochmal - nur jetzt mit kleineren Zahlen. Die, die jetzt umstellen, gewinnen einen sichtbaren Vorsprung: weniger Streuverlust, höhere Conversion-Rate pro Reach, klarere Botschaft.
Instagrams Cleanup hat eine Sache klargemacht, die wir unseren Kunden schon lange sagen: Reichweite ohne echte Nachfrage ist teures Rauschen. Wer Marketing als System baut, in dem jeder Schritt einen messbaren nächsten Schritt vorbereitet, hat in genau diesem Moment den klaren Vorteil.
Wenn ihr darüber reden wollt, wie eure Strategie für die nächsten zwölf Monate aussehen sollte - meldet euch.
